150 Jahre Pfingstkirmes: Vorfreude auf langes Kirmeswochenende

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150 Jahre Pfingstkirmes: Vorfreude auf langes Kirmeswochenende

Als vor 150 Jahren die Heddesdorfer Pfingstkirmes ihre Premiere feierte, sahen der Festplatz und die dort vorzufindenden Jahrmarktattraktionen wohl noch ein wenig anders aus als heute. Auch sonst war vor anderthalb Jahrhunderten noch einiges anders: Heddesdorf war kein Teil von Neuwied, sondern eine eigenständige Ortschaft und sein berühmtester Einwohner Friedrich Wilhelm Raiffeisen war gerade dabei, seine genossenschaftliche Idee in der Rheinprovinz umzusetzen. Ob der große Sozialreformer und Genossenschaftsvater selbst einmal die Pfingstkirmes besucht hat, ist nicht bekannt. Klar ist dagegen, dass sich die Kirmes, die aus der noch viel älteren Pfingstreitertradition entstanden ist, im Laufe der Zeit zu einem der größten Volksfeste am Mittelrhein entwickelt hat. Um das große Jubiläumsjahr gebührend zu feiern, hat sich bereits im vergangenen Jahr ein Festkomitee gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat, altbekannte Traditionen mit besonderen Aktionen und Neuheiten zu verbinden.

 

Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm und eine attraktive Auswahl an Fahrgeschäften, die dafür sorgen, dass sowohl Traditionalisten als auch Adrenalinjunkies beim Kirmesbesuch gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Neben den besonderen Jubiläumsaktionen, wie dem Gewinnspiel am Freitag und der Freifahrtaktion nach der offiziellen Festplatz-Eröffnung am Samstag hat sich die neue Platzmeisterin Jennifer Ackermann gerade bei der Zusammenstellung der diesjährigen Kirmesattraktionen richtig ins Zeug gelegt: „Uns war wichtig, dass für alle Ziel- und Altersgruppen etwas dabei ist und das jeder Gast seinen Besuch auf der Heddesdorfer Pfingstkirmes genießen kann“, macht Ackermann deutlich.

 

Unter den insgesamt 17 Fahrgeschäften für Groß und Klein fällt besonders die XXL-Schaukel „Phantom“ ins Auge, die mutige Fahrgäste in schwindelerregende Höhen von bis zu 45 Meter katapultiert. Auch im Propeller „Anubis“ verlieren die Passagiere den festen Boden unter ihren Füßen – hier geht es sogar bis zu 55 Meter in den Himmel hinauf. Für alle, die sich rasant im Kreis herumwirbeln lassen wollen, sind die Hochfahrgeschäfte „Disco Fieber“ und „Take Off“ genau das richtige. Für Abkühlung an heißen Kirmestagen und eine Extraportion Spaß sorgt die Wasserbahn „Big Splash“. Eine Besonderheit im Jubiläumsjahr ist auch der historische Jahrmarkt, der Kirmesbesucher in vergangene Zeiten zurückversetzt. Hier kann man beim „Hau den Lukas“ seine eigene Kraft unter Beweis stellen oder den wuseligen Flohzirkus betrachten. Fahrten mit dem historischen Karussell, Schwanenflieger oder der Schiffschaukel laden zudem dazu ein, für einen Moment in Kirmes-Nostalgie zu schwelgen.

 

Bei Jennifer Ackermann ist die Vorfreude auf ihre erste, unter eigener Regie geplante und durchgeführte, Pfingstkirmes schon jetzt groß. „Dass die Organisation so reibungslos gelaufen ist und so viel Spaß gemacht hat, ist auch der großen Initiative des Festkomitees zu verdanken“, zeigt sich die neue Platzmeisterin begeistert. In diesem haben sich Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Heddesdorfer Pfingstkirmes, des Ortsvereins Heddesdorf, der Pfingstreiter sowie des Neuwieder Amts für Stadtmarketing monatelang aktiv eingebracht, um das große Jubiläumsjahr zu einem Erfolg werden zu lassen. Für die kommenden Kirmestage wünscht sich Ackermann vor allem gutes Wetter – und allen Besucherinnen und Besuchern eine vergnügliche Zeit auf der Kirmeswiese.

 

 

Quelle: Stadt Neuwied | Foto: Thorsten Astor 

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Datum: 19.05.2026
Rubrik: Events